Unsere Lieblingsplätze

Ich wohne

so schrecklich gerne

Du Homie! Wer unsere Marketing- und PR-Spezialistin Mitschi Fraatz so anspricht, zaubert ein Lächeln in ihr Gesicht. Denn sie war schon lange vor Corona furchtbar gern in ihren vier Wänden

Ich war früher Schwimmerin im Hochleistungsbereich und vermute, dass das ewige Auf-Achse-Sein – mehrmals Training täglich, Trainingslager, Wettkämpfe – auch schon damals nicht meinem Naturelle entsprach. Denn so sehr ich meinen Sport auch geliebt habe, die Sehnsucht nach Endlich-Mal-Zuhause-Bleiben hatte ich ständig.

 

Was viele Menschen als Bedrohung empfinden, ist für mich ein Geschenk. Sperrt mich eine Woche lang zuhause ein – solange ich einen vollen Kühlschrank, ordentliches WLAN, meine Sportmatte und ein Interior-Projekt in der Pipeline habe, bin ich glücklich. Ich kann es sehr gut allein mit mir aushalten.

Ich traue es mich kaum zu sagen, aber auch die Lockdown-Zeiten habe ich gut überstanden, dass Remote Arbeiten mir sehr entspricht, wusste ich schon vorher – aber plötzlich wurde es legitim!

 

Natürlich ist ein schönes Zuhause nicht nur ein  Selbstzweck – es muss auch regelmäßig mit Leben gefüllt werden. Darum steht unsere Tür sofort sperrangelweit offen, wenn sich die an Köpfen sehr zahlreiche Familie, liebe Freunde oder am besten alle zusammen zum Besuch ankündigen. Es gibt kaum etwas, was der große Esstisch nicht schon erlebt hat – er ist der kommunikative Mittelpunkt, um den alles kreist.

Mein Inneneinrichtungstipp: Nur keine Angst haben – alles was gefällt, ist erlaubt!

 

Die Kranich-Tapete an der Wohnzimmerdecke feiere ich zum Beispiel jeden Tag aufs Neue! Ihre Installation wurde sogar für einen Lehrfilm der Deutschen Maler- und Lackiererinnung gefilmt – so etwas war denen auch noch nicht untergekommen.

 

Auch bei Wandfarben kann man sich ruhig etwas trauen – im schlimmsten Fall malt man halt noch mal drüber. Gerade beim Versuch zurückhaltend zu sein, wurde ich in der Vergangenheit immer wieder eines Besseren belehrt. Pastelltöne in Gelb und Apricot haben mich dann doch eher an Klassenzimmer oder Krankenhausflure erinnert. Räume können so viel mehr Farbe ab als man denkt!

„Mein Stil? Von Boho bis Mid Century ist alles dabei, was mir gefällt, mich sensibilisiert und berührt.“

Mitschi Fraatz
ZINSHAUSTEM & KENBO
Marketing & PR

Das Thema Upcycling zieht sich wie roter Faden durch unsere Wohnung. Ich liebe es, alten Möbeln, deren Form und Funktion unersetzbar sind, durch neuen Stoff,  Abschleifen o.ä. einen völlig neuen Charakter zu geben.

Aktuell haben es mir die Interior Vibes der Sixties sehr angetan. Auf Trödelmärkten und bei Ebay werde ich immer wieder fündig. Übrigens: Ruhig mal aus Hamburg rausfahren – in kleineren Orten findet man oft noch ikonische Teile zu moderaten Preisen.